Griechisch

Es gibt viele gute Gründe, Griechisch zu lernen

  1. Griechisch war einst Weltsprache. Aus Griechenland stammten die ersten europäischen Wissenschaftler egal welcher Fachrichtung. Im Griechischunterricht wird man mit den Grundfragestellungen vertraut gemacht. Außerdem stammt unsere Wissenschaftssprache zu einem sehr großen Teil aus dem Griechischen und das gilt auch für jede andere europäische Sprache. Jede Art von Fachliteratur, sei es aus dem Bereich der Wirtschaft, der Medizin oder der Naturwissenschaft oder…. lässt sich mit Griechischkenntnissen bedeutend leichter lesen.
  2. Der Unterricht nutzt der Persönlichkeitsbildung. Von Anfang an werden Originaltexte gelesen aus dem Bereich der Geschichtsschreibung, Philosophie, Mythologie oder dem Neuen Testament s.o.
    Folgende Themen werden schon früh behandelt: Gibt es ein ordnendes Prinzip im Kosmos?/In welchem Verhältnis steht Reichtum zu menschlichem Glück/Was ist Freiheit/Welche Staatsverfassung ist die beste / Gibt es einen Unterschied von göttlichem Recht und menschlichem Recht?...
  3. Das Graecum ist Voraussetzung für das Studium der Theologie (die Ursprache des NT ist Griechisch) und Latein, an einigen Universitäten auch für Philosophie und Archäologie.
    Die griechische Mythologie spielt eine große Rolle in der gesamten klassischen europäischen Literatur. Ihre Kenntnis ist daher eine gute Grundlage für das Studium jeder europäischen Sprache.
    Darüber hinaus ist immer wieder zu hören, dass bei Bewerbungen der Nachweis des Graecums auf ein sehr positives Echo stößt. Ein Bewerber mit dieser Qualifikation lässt hohen Einsatz und Flexibilität an seinem Arbeitsplatz erwarten.

Das griechische Alphabet

„Das ist das A und O …!“- Wer kennt den Spruch nicht? Aber wer weiß, was er bedeutet? Alpha und Omega markieren Anfang und Ende im griechischen Alphabet. Gemeint ist also eine Sache in ihrer Gänze.
Die griechischen Buchstaben werden auch im modernen Griechenland verwendet. Zudem
werden sie im Mathematikunterricht benutzt und in den Naturwissenschaften. Thales, Pythagoras, Eratosthenes oder Archimedes waren alles Griechen.

Klassisches Griechisch und modernes Griechisch

Das moderne Griechisch ist aus dem klassischen Griechisch hervorgegangen. Viele Vokabeln sind gleich oder ähnlich. Allerdings hat sich die Aussprache sehr gewandelt und die Grammatik ist einfacher geworden. Kennt man ein paar Lautregeln, kann man sich in Griechenland zur Not verständigen. In unserem Unterricht fehlt die Zeit intensiver auf Neugriechisch einzugehen.

Griechisch im Internet

Die andauernd starke und weitreichende Wirkung der griechischen Kultur auf die moderne Welt und die Themenvielfalt des Griechischunterrichts ist auch im Internet angekommen. So sind im Internet (vgl. u. v. a. die schülerfreundliche Seite www.gottwein.de oder www.fh-augsburg.de/~harsch/graeca) nicht nur nahezu alle wichtigen griechischen Texte im Original und in Übersetzung und eine reiche Fülle weiteren Materials verfügbar. Auch Wortschatz und Grammatik lassen sich mit elektronischer Unterstützung trainieren. Die Schulbuchverlage ermöglichen kostenlose Downloads griechischer Lektüretexte mit den notwendigen Schülerhilfen und anderen Informationen für den Griechischunterricht (z. B. www.klett-verlag.de). Aber auch offline bietet der Markt viele Möglichkeiten, einen multimedialen Griechischunterricht zu realisieren. Erwähnenswert ist z. B. das Hellas-Medienpaket, das C. C. Buchner (www.ccbuchner.de) auf CD anbietet.

Organisation des Unterrichts

Griechisch wird am Carolinum mit Beginn der 8. Jahrgangsstufe als Wahlfach mit drei Wochenstunden angeboten, falls mindestens 10 Schüler das Fach anwählen. Zurzeit lernen am Carolinum 32 Schülerinnen und Schüler Griechisch.

Lehrbuch
KAIROS, Buchners Verlag, Bamberg; ISBN 3-7661-4841-9
Das Buch kann von der Schule entliehen werden.

Klassen 8 und 9
Spracherwerbsphase

Klasse 10 / Einführungsphase
Erste Originallektüre: z.B. Neues Testament, Xenophon, Platon

Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 11 und 12)
Drei thematische Schwerpunkte aus den Bereichen Geschichte, Philosophie, Rhetorik, Dichtung. Häufig wird Griechisch auch als Seminarfach angeboten.

Das Graecum kann nach der Jahrgangsstufe 12 erworben werden.

Griechisch als Seminarfach
Das Seminarfach führt in das wissenschaftliche Arbeiten ein. Es wird eine ca. zehnseitige Facharbeit in einem Halbjahr geschrieben. Außerdem wird die Präsentation von Unterrichtsergebnissen oder Erkenntnissen aus eigenen Recherchen in besonderem Maße eingeübt. Exkursionen können gut Stoff für die Seminararbeit liefern und fördern den Gruppengeist. Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2009/10 ist z.B. eine Wochenendexkursion in ein Benediktinerinnenkloster geplant, in dem griechische Kirchenväter übersetzt werden.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Außerunterrichtliche Aktivitäten hängen von dem Interesse unserer Schülergruppen ab. Denkbar sind ein Besuch einer griechischen Tragödie im Theater, der Besuch des Bremer Antikenmuseums oder des Pergamonmuseums in Berlin…. Wenn es die Schülerzahl zulässt, könnte auch einmal eine Studienfahrt nach Griechenland Wirklichkeit werden.
Die Teilnahme an Schülerwettbewerben, die der Niedersächsische Altphilologenverband durchführt, eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern mit hervorragenden Leistungen die Möglichkeit, in die „Studienstiftung des deutschen Volkes” aufgenommen zu werden und auf diese Weise eine langfristige materielle und ideelle Unterstützung in ihrem späteren Studium zu erhalten.

Die Fachschaft

Peter Kraemer, Claudia Laubenheimer und Elke Müller

Elke Müller

 

Letzte Änderung: 1.9.2009